Außenanlagenbereich Landesmuseum
Bewerbungsfrist: 31.03.2022
Ausgangslage:
Die Anfänge der Entstehung des Landesmuseums sind in der Gründung des Geschichtsvereines um 1844 zu sehen. Im Jahre 1848 wurde der Naturwissenschaftliche Verein gegründet. Beide Vereine hatten ihre Sammlungen im Landhaus in Klagenfurt eingelagert. Aufgrund des enormen Zuwachses der Sammlungen war es in weiterer Folge erforderlich, ein Museumsgebäude zu errichten. Nach nur fünfjähriger Bauzeit konnte im Jahr 1884 nach den Plänen des Architekten Gustav Gugitz das noch heute in Betrieb befindliche Museumsgebäude errichtet werden. Die Eröffnung und Schlusssteinlegung erfolgte durch Kronprinz Rudolf. Noch heute führt der Museumsbau daher den Namen „Rudolfinum“.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude durch Bombenangriffe stark beschädigt und vom Land Kärnten mit Landesmitteln wiederaufgebaut und zu einem wissenschaftlichen Institut des Landes entwickelt. Im Jahr 1974 kam es dann zur Übernahme der Sammlungen durch das Land.
Bis zum Jahr 1993 wurde das Kärntner Landesmuseum als nachgelagerte Dienststelle der Kulturabteilung des Amtes der Kärntner Landesregierung geführt. Ab 1993 wurde per Erlass durch den Landesamtsdirektor dem Museum für die Teilbereiche Personal und Gebarung Eigenständigkeit zugestanden. Im Jahr 1998 kam es zur Ausgliederung des Landesmuseums per Landesgesetz und damit verbunden, die eigene Rechtspersönlichkeit. Das Gesetz trat mit 1.1.1999 in Kraft.
Mit 31.12.2002 wurde das Gebäude ins Eigentum der Landesimmobiliengesellschaft Kärnten übertragen. Seit einigen Jahren ist es evident, dass das Kärntner Landesmuseum dringend sanierungsbedürftig ist und der erforderliche Speicherbedarf für eine adäquate Lagerung der Sammlung nicht mehr ausreichend ist.
Im Jahr 2016 fand ein internationaler Architektenwettbewerb als Grundlage für die weiteren Planungsschritte statt. Aus den 26 Einreichungen wurde von einer Fachjury das Projekt des renommierten Klagenfurter Architekturbüros Winkler und Ruck ausgewählt. In den darauffolgenden Jahren wurden darauf basierend die Detailplanungen vorgenommen, welche im Herbst 2018 finalisiert wurden.
Im Dezember 2019 wurde seitens des Regierungskollegiums die Endgültige Genehmigung hinsichtlich Umsetzung, Finanzierung und Folgekosten sowie der Weiterentwicklung von Sonderthemen-/projekten erteilt.
Aufgabenstellung:
Das Außenanlagenkonzept stellt die Bedeutung dieser vier Gebäude an einem Standort (Glacis) und somit den Standort als solches in der Stadt in eine andere Ebene der Rezeption. In kleinräumigen Bereichen sollten durch die künstlerischen Konzepte identifikative Verbindungen zu den jeweiligen Häusern ermöglicht werden. Die Inseln sollen gleichsam Vertreter der Inhalte der jeweiligen Häuser, sowie gleichzeitig auch ein Panoptikum Kärntens darstellen.
Im Rahmen des gegenständlichen künstlerischen Wettbewerbes für die erste Baustufe (BST 1.1 und BST 1.2) sollten drei zeitgemäße künstlerische Installationen 12 zu nachstehend aufgelisteten Aufgaben- bzw. Bearbeitungsschwerpunkten innerhalb des planlich ausgewiesenen Bearbeitungsbereiches kreiert bzw. umgesetzt werden.
Downloads
- Wettbewerbsausschreibung (pdf | 716,4 KiB)
- Landesmuseum Ausstellungsbeschreibung (pdf | 111,8 KiB)
- Landesmuseum Ausstellung Planunterlagen & Visualisierungen (pdf | 10,0 MiB)
- Wettbewerb - Fragen und Fragebeantwortung (pdf | 127,6 KiB)
- Präsentation Glacis Klagenfurt (pdf | 4,5 MiB)
- Begleitschreiben zum Bepflanzungskonzept (pdf | 149,9 KiB)
- Neugestaltung Außenanlagen Baustufe 1 (pdf | 3,6 MiB)
- Neugestaltung Außenanlagen Baustufe 1 Plan (pdf | 2,4 MiB)
- Neugestaltung Außenanlagen Baustufe 1 Plan (dwg | 6,3 MiB)